Im Vergleich zu anderen Branchen ist das Investmentbanking noch relativ glimpflich durch die Pandemie gekommen. Das betrifft auch das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen (M&A). Zwar schrumpfte das M&A-Volumen 2020 teilweise mehr um die Hälfte. Große Deals kamen jedoch trotzdem zu Stande – so zum Beispiel die Übernahme der Aufzugsparte von ThyssenKrupp für 17,2 Milliarden Euro durch das Konsortium um Advent, Cinven und die RAG-Stiftung.

Viel Einholpotenzial verspricht auch das laufende Jahr. Nach Meinung der Investmentbanken sei die Ausgangslage gut, um an die M&A-Boomzeiten von 2019 anzuknüpfen. Dabei sollen die Deals noch größer, die Transkations-Strukturen komplexer und die Strategien aggressiver werden. Für Unternehmen, die mit Blick auf neue Wachstumsmärkte oder Sanierungsdeals vor wichtigen M&A-Entscheidungen stehen, wächst damit auch das Risiko.

Was hat IT mit M&A zu tun?

Die IT ist die große Unbekannte bei M&A-Deals und kann sich im schlimmsten Fall sogar als Deal-Breaker erweisen. Denn es geht um mehr als nur die nahtlose organisatorische Integration von IT-Infrastrukturen. Zum einen muss sichergestellt sein, dass Mitarbeiter, Partner sowie Kunden weiterhin auf alle wichtigen Services, Anwendungen, Server, Systeme und Co. zugreifen können und der Geschäftsbetrieb reibungslose weiterlaufen kann. Zum anderen stehen CIOs und IT-Verantwortliche Rede und Antwort, wenn im Rahmen der Due Diligence der Zustand des IT-Estates überprüft werden soll.

Geschäftsbereiche müssen IT-seitig angebunden werden – von der Finanzabteilung über das Personalwesen bis zum Vertrieb und Kundendienst. Hinzu kommen die traditionelle, aber zeitraubenden Aufgaben des IT-Managements, wie die Rationalisierung von Hard- und Software-Assets, die Identifizierung von Standardanwendungen, die Optimierung der Softwarelizenzierung und die Sicherstellung der Compliance.

Das Problem mit den dezentralen IT-Kosten

Im Zuge des Unternehmenswachstums behalten die Geschäftsbereiche oft die Kontrolle über ihre IT – insbesondere, wenn das Wachstum durch Fusionen und Übernahmen erfolgt. Große Unternehmen haben oft Probleme mit diesem Ansatz. Die Kontrolle durch die Geschäftsbereiche ermöglicht es Bereichsleitern, schneller Entscheidungen zu treffen und so mehr Agilität zu gewährleisten, wenn sie auf die Anforderungen ihrer Märkte reagieren. Die Dezentralisierung führt jedoch auch zu Redundanzen, unzureichenden Sicherheitskontrollen und Supportineffizienzen. Zudem kann die zentrale IT oft Einfluss auf die Kosten nehmen, was den einzelnen Geschäftseinheiten nur bedingt oder indirekt gelingt.

Nach dem Flexera 2021 State of Tech Spend Report kontrollieren Geschäftsbereiche inzwischen etwas mehr als ein Viertel der IT-Kosten (26 %). In europäischen Unternehmen erreicht das dezentrale Management von IT-Kosten sogar fast ein Drittel (32%). Dabei bringen die Abteilungen neue Technologien in das IT-Asset-Portfolio von Unternehmen, investieren in unterschiedliche Technologien und befinden sich so zwangsläufig in unterschiedlichen Stadien der digitalen Transformation. Die Standardisierung von IT-Assets und Prozessen über alle Abteilungen, Gesellschaften und Tochterunternehmen wird damit zur echten Herausforderung.

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IT Visibility

Das Geschäftsversprechen Ihrer IT ist riesig. Aber es braucht einen vollständigen, aktuellen Überblick über Ihre hybride Umgebung, um das Beste daraus zu machen.

IT Visibility für fundierte M&A Entscheidungen

Die IT nimmt eine nicht unerhebliche Rolle bei M&A ein. Da stellt sich die Frage, wie sich dieser Berg von Anforderungen bewältigen lässt. Welche Best Practices helfen bei der Orientierung? Der entscheidende Erfolgsfaktor lautet: IT Visibility – der ganzheitliche und unverstellte Blick auf alle IT-Assets innerhalb von Unternehmensinfrastrukturen.

Ausgangspunkt für dieses Level an Transparenz ist eine detaillierte Bestandsaufnahme aller Hardware- und Software-Assets in den Umgebungen beider Unternehmen. Automatisierte Asset-Management-Lösungen vereinfachen die Inventarisierung und übernehmen verschiedene Aufgaben – vom Sammeln der Daten über die Aggregation und Normalisierung bis hin zur Analyse und Verteilung. Die Verknüpfung mit zusätzlichen Daten aus externen Systemen erhöht die Datenqualität und die Genauigkeit von Prognosen. Die umfangreiche Analyse schafft die Basis für die IT, um im Rahmen von M&A fundierte Entscheidungen zu treffen – egal ob es um Compliance- und Sicherheitsrisiken oder um das Einsparungspotential der IT-Kosten geht.

 

Erfahren Sie mehr zu diesem Thema:

 

Der original englische Artikel Mergers and Acquisitions: IT can make or break von Kevin Miller ist auf blog.flexera.com erschienen.