Unabhängig davon, ob Ihre Cloudkosten 5 oder 50 Mio. Euro pro Jahr betragen, besteht eine häufige Herausforderung für FinOps-Experten darin, Engineering-Teams dazu zu bringen, Maßnahmen zur Cloudkostenkontrolle zu ergreifen. Fairerweise muss man sagen, dass die IT-Teams große Schwierigkeiten haben, Abhängigkeiten zwischen den Anwendungen zu verstehen. Der fehlende Einblick in die Lizenzierung und Cloudnutzung schränkt ihre Handlungsfähigkeit weiter ein. Für 89 % der Unternehmen, die einen Multicloudansatz verfolgen, ist der Aufwand, Daten und Erkenntnisse über cloudnative Tools hinweg zuzuordnen, einfach zu kompliziert und zeitaufwändig. Um Probleme mit der Anwendungs-Performance und Compliancerisiken zu vermeiden, ist es für Engineering-Teams deutlich leichter, einfach die virtuellen Ressourcen größer auszulegen.

Übermäßige unnötige Cloudkosten

Die Befragten schätzen, dass im Schnitt 32 % der Cloudkosten verschwendet werden. Wenn sich die Cloudkosten auf einen sechs- oder siebenstelligen Betrag belaufen, verschlingt das wertvolle finanzielle Mittel, die für Innovationen und andere Zwecke verwendet werden könnten. Warum ist das Cloudkostenmanagement so schwierig? Die Berücksichtigung von Preisnachlässen für die Public Cloud kann für Assetmanagement-Teams schwierig sein. Hybride Umgebungen machen die Sache noch komplexer. Für IT-Teams ist eine cloudübergreifende Transparenz und Rechenschaftspflicht erforderlich, um die Cloudnutzung mit den Anwendungsanforderungen in Einklang zu bringen. Wie können Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um Cloudressourcen zu optimieren?

FinOps für Cloud-Governance

Hier kommt FinOps ins Spiel. Es handelt sich um eine sich entwickelnde Methode für das Cloudkostenmanagement, die Teams dabei hilft, das Cloudkostenmanagement zu zentralisieren und die Verantwortung für die Cloudnutzung durch gemeinsame Terminologie, Prinzipien und Prozesse zu übernehmen. Die Grundsätze des FinOps-Frameworks – Informieren, Optimieren und Betreiben – helfen Unternehmen bei der effizienten und organisierten Optimierung der Cloud.

Informieren ist der erste Grundsatz des FinOps-Frameworks, bei dem die IT-Abteilung die bereitgestellten und verfügbaren Cloudressourcen durch mehr Transparenz besser versteht. Die damit verbundenen Kosten werden den Geschäftsbereichen, die die Cloud nutzen, kontextabhängig zugewiesen, um ein entsprechendes Chargeback vorzunehmen. Dazu gehört auch, zu verstehen, wie Anwendungen bzw. Applikationen Cloudressourcen nutzen. Zum Beispiel: Welcher Anteil Ihrer monatlichen Cloudrechnung in Höhe von 10.000 Euro ist für die Sicherheits- oder Finanzabteilung zugeordnet.

Sobald die nötige Transparenz gegeben ist, ist das Optimieren die nächste Phase des FinOps-Frameworks. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Erkennung von Einsparpotenzial. Wo kann Ihr Unternehmen Ressourcen besser nutzen und von Rabatten auf der Grundlage der aktuellen Nutzung profitieren? Wenn Sie z. B. eine virtuelle Maschine (VM) auf einem bestimmten Knoten laufen lassen, der Sie 1 Euro pro Minute kostet, könnten Sie dann Kosten einsparen, indem Sie diese VM auf einen anderen Knoten verschieben, der nur 0,08 Euro pro Minute kostet? Das ist eine gute Gelegenheit, um von Preis- und Rabattmöglichkeiten zu profitieren – allerdings nur, wenn Sie die richtigen Lizenzierungsbeschränkungen in die Gleichung einbeziehen können, um dieses Einsparpotenzial aufzudecken. Sie möchten schließlich nicht zu einem anderen Knoten wechseln und dann feststellen, dass Ihre Lizenz nicht gilt und Sie das Vierfache der bisherigen Kosten zahlen müssen.

Die letzte Phase des FinOps-Frameworks ist der Betrieb. Sobald die Optimierung abgeschlossen ist, hilft die Automatisierung Unternehmen bei der Implementierung von Richtlinien zur kontinuierlichen Anpassung von Cloudressourcen, um die Kosten zu kontrollieren und gleichzeitig die Anwendungsleistung und Lizenzcompliance zu gewährleisten. Richtlinien ermöglichen die nötige Governance bei der Ausführung von Prozessen, z. B. wann kein Wechsel zu einem neuen Knoten erfolgen soll, wenn die Verschiebung von Workloads zwar die Anwendungs-Performance verbessern könnte, aber aufgrund der Lizenzierung höhere Kosten verursachen würde.

Optimierung der Cloudkosten und Anwendungs-Performance

Rechenschaftspflicht durch Berichterstattung und Automatisierung auf der Grundlage von Daten und Erkenntnissen sind entscheidende Bestandteile der erfolgreichen Implementierung eines FinOps-Frameworks. Nehmen wir an, Sie möchten den Microsoft Azure-Hybridvorteil o. ä. nutzen. Wie können Sie wissen, wo und wann Sie einen SQL-Server in einer hybriden Umgebung einsetzen können, ohne die Einschränkungen der Lizenzmobilität zu verletzen? Wie können Sie Ihre Investitionen bei Cloudanbietern optimal nutzen und gleichzeitig die Anwendungs-Performance und die Einhaltung der Lizenzcompliance sicherstellen? Ein Cloudkostenmanagement-Tool wie Flexera One mit IBM Observability und IBM Turbonomic bietet ergänzende Funktionen für FinOps-Teams zur Verwaltung und Optimierung der Cloudkosten und Ressourceninvestitionen in komplexen hybriden Umgebungen. Cloud Cost Optimization von Flexera One mit IBM Observability bietet maßgeschneiderte Ansichten für FinOps-Stakeholder zur Kostentransparenz und Berichterstattung. IBM Turbonomic automatisiert die Bereitstellung von Ressourcen und die Platzierung von Workloads, damit Anwendungen genau die Performance erhalten, die sie benötigen. So sinken die Cloudkosten, und unnötige Kosten werden vermieden. Nehmen Sie an unserem Webinar teil, und erfahren Sie mehr über den Mehrwert von Flexera One in Kombination mit IBM Observability und IBM Turbonomic bei der Entwicklung Ihrer FinOps-Strategie. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Rechenschaftspflicht und Automatisierung einführen können, um den geschäftlichen Nutzen Ihrer Investitionen zu maximieren und sicherzustellen, dass Sie nur das ausgeben, was Sie wirklich für eine optimale Performance benötigen.

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Der original englische Artikel „FinOps Accountability and Automation: How to Get the Most Out of Your Cloud Spend“ von Lee Ditiangkin, IBM Automation Product Management und Brian Adler ist auf blog.flexera.com erschienen.