Die digitale Transformation steht bei CIOs und leitenden IT-Verantwortlichen ganz oben auf der Tagesordnung, denn COVID-19 zwingt Unternehmen dazu, geplante und ungeplante Umstrukturierungen ihrer IT-Umgebungen schneller vorzunehmen, um so den stetig steigenden Anforderungen des digitalen Markts gerecht zu werden. Laut dem State of Tech Spend Report 2021 von Flexera wird das Tempo der Transformation 2021 weiter zunehmen.

Zu den Top-Prioritäten für IT-Teams 2021 zählen digitale Transformation, Cybersicherheit und Cloudmigration. Dicht dahinter folgt das Kundenerlebnis, was auf die anhaltende Bedeutung einer kundenorientierten Einstellung hinweist, die darauf abzielt, die Kundenbindung zu erhöhen, das Wiederholungsgeschäft anzukurbeln und den Umsatz zu steigern. Die Pandemie und die Rezession haben auch dazu geführt, dass Kosteneinsparungen im Vergleich zu unseren Erkenntnissen von 2020 einen viel größeren Stellenwert haben.

Die COVID-19 Pandemie zwingt IT-Verantwortliche und -Teams dazu, die digitale Transformation zu beschleunigen, um größere Veränderungen in der Art und Weise, wie und wo Menschen arbeiten, zu ermöglichen und die negativen Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs zu entschärfen. Es wurde nach Veränderungen gefragt, die Unternehmen in Bezug auf Investitionen in ihre IT-Belegschaft planen. Die Antworten zeigen, dass die Pandemie das Tempo der digitalen Transformation beschleunigt. Einige Befragte sagten sogar, dass ihre Ziele für die kommenden zwei Jahre innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden mussten, um das Arbeiten im Home-Office zu ermöglichen. Unternehmen bemühten sich, Laptops, SaaS-Anwendungen, Remoteverbindungen und Cloudressourcen bereitzustellen, um die deutliche Zunahme der Anzahl von Mitarbeitern im Home-Office zu unterstützen. 86 % der Befragten erwarten, dass das Tempo der digitalen Transformation im kommenden Jahr weiter zunehmen wird.

Der Weg zur geschäftsorientierten IT

Der Fokus auf das Kundenerlebnis macht es für IT-Verantwortliche unerlässlich, ihre Rolle und die Rolle der IT-Mitarbeiter aufzuwerten. Die traditionelle Rolle des Technologie Implementierenden reicht im digitalen Unternehmen schlichtweg nicht mehr aus. Es ist wichtig, dass die IT zu einem gleichberechtigten Partner im Unternehmen wird.

Als solcher arbeitet sie eng mit allen Stakeholdern zusammen, um die Technologiestrategie des Unternehmens mit der Geschäftsstrategie und den Unternehmenszielen in Einklang zu bringen. Darüber hinaus berät die IT die Geschäftsbereiche und Abteilungen bei der Evaluierung von Technologielösungen und bei der Entscheidung, wie sie ihre jeweiligen Technologiebudgets einsetzen. Das wird als geschäftsorientierte IT bezeichnet. Schließlich wird die IT-Abteilung in Technologieimplementierungen einbezogen, unterstützt die Stakeholder bei Implementierungsfragen und stellt die Compliance von Sicherheitsrichtlinien und Kontrolle sicher.

IT-Verantwortliche sind von der geschäftsorientierten IT begeistert. Allerdings räumen sie auch ein, dass sie in Bezug auf die Ausrichtung der IT am Geschäft noch reifen müssen. Auf die Frage, wie sie ihr Unternehmen in einen von vier Reifegraden einordnen würden, stuften sich nur 20 % als gleichberechtigte Partner im Unternehmen ein – also auf der höchsten Stufe.

Als Reaktion auf die geschäftsorientierte IT müssen CIOs und IT-Verantwortliche weiterhin den Spagat zwischen der zuverlässigen Abwicklung des Tagesgeschäfts und der Unterstützung von Wachstum und Innovation schaffen. Ohne ausreichenden Fokus auf Letzteres kann die IT schnell an Bedeutung verlieren. Um die Auswirkungen dieser Herausforderung abzumildern, muss sich die IT so eng wie möglich an den Geschäftsanforderungen orientieren. Die untenstehende Abbildung zeigt, dass zentrale IT-Abteilungen 64 % ihres Budgets für den Geschäftsbetrieb und 36 % für Wachstum und Innovation aufwenden. Branchenanalysten schätzen oft die Kosten für den Geschäftsbetrieb auf bis zu 70 % des IT-Budgets, wobei nur 30 % in Wachstum investiert werden. Dieses Verhältnis kann jedoch je nach Marktdynamik und wirtschaftlichen Bedingungen variieren. Darüber hinaus durchlaufen Projekte in der Regel einen Lebenszyklus, der von der Innovation bis hin zum Geschäftsbetrieb reicht, bis sie schließlich ausgereift sind.

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Optimierung des technologischen Mehrwerts

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Investitionen in Remote-Mitarbeiter

Die digitale Transformation verändert die Kompetenzen, die Unternehmen benötigen. Unternehmen haben die IT-Belegschaft bewertet und festgestellt, wo Investitionen erforderlich sind. Im vergangenen Jahr wurde erwartet, dass der wichtigste Investitionsschwerpunkt in der Aus-, Fort- und Weiterbildung liegt, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter über das richtige Wissen und Know-how verfügen. Unternehmen überdenken ihre Personalinvestitionen für 2021 aufgrund der Pandemie und der Erwartung, dass viele Mitarbeiter weiterhin von zu Hause aus arbeiten werden. Wie die Abbildung unten zeigt, ist die Investition in Mitarbeiter im Home-Office an die Spitze der Liste geplanter Veränderungen bei den IT-Personalinvestitionen gerückt. Im letzten Jahr lag sie noch auf dem sechsten Platz. Investitionen in die Weiterbildung und Umschulung der vorhandenen Mitarbeiter rutschten leicht nach unten auf Platz zwei bzw. drei der Prioritäten. Das Outsourcing liegt immer noch auf dem sechsten Platz. Allerdings planen nun mehr Unternehmen, ihre Investitionen in das Outsourcing zu reduzieren und nicht sie zu erhöhen.

Blick nach vorn

2021 wird ein interessantes Jahr für Unternehmen sein, die ihr Geschäft digital transformieren und sich auf ihre neue Rolle als Partner im Unternehmen einstellen. Die Herausforderungen sind vielfältig, aber die Mühe lohnt sich. Um diese Herausforderungen zu meistern, werden IT-Verantwortliche weiterhin Maßnahmen in vielen Bereichen ergreifen, z. B. bei der Einführung von Technologien, dem Kompetenzerwerb und der Zuweisung von Budgets. Außerdem werden sie ihre Bemühungen priorisieren, um eine maximale Wirkung zu erzielen.

 

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Der original englische Artikel 2021 IT Executive Trends – Revealing Their Top Priorities von Karyn Thompon ist auf blog.flexera.com erschienen.