Anlässlich des Internationalen FinOps-Tages möchten wir die Gelegenheit nutzen, das Thema FinOps für alle, die sich mit der Cloud befassen, in den Fokus zu rücken. Der State of the Cloud Report von Flexera zeigt jedes Jahr aufs Neue, dass IT-Experten schätzen, dass ein erheblicher Teil ihres Cloudbudgets verschwendet wird. In diesem Jahr liegt die Schätzung bei 32 % – ein Anstieg gegenüber den 30 % des Vorjahres und die bisher höchste Schätzung seit es den „State of the Cloud Report“ gibt. Angesichts dieser hohen Verschwendung überrascht es nicht, dass die wichtigste Cloudinitiative im „State of the Cloud Report“ seit sechs Jahren in Folge die Optimierung der bestehenden Cloudnutzung ist.

Das wirft folgende Fragen auf: Warum ist die Verschwendung weiterhin ein Problem, was kann dagegen getan werden, und wer ist daran beteiligt?

Unternehmen machen immer mehr Erfahrungen mit der Cloud, und auch die Angebote der Cloudanbieter entwickeln sich weiter. Unternehmen erweitern nach und nach ihre Cloud, was zu einer Vermehrung von Cloudressourcen führt. Das stellt eine Herausforderung in Sachen Verwaltung und Transparenz dar. Hier kommt FinOps ins Spiel. Wir haben bereits zu einem früheren Zeitpunkt über die Bedeutung von FinOps berichtet, möchten uns aber hier auf die Anforderungen und die Beteiligten konzentrieren.

Der FinOps Foundation zufolge geht es bei FinOps nicht unbedingt darum, Kosten zu sparen, sondern auch darum, Geld zu verdienen – sprich die Ausgaben für die Cloud effektiv und effizient zu nutzen, um die Nutzung der Cloud zu verbessern, damit die verwendeten Ressourcen den größtmöglichen Nutzen für Ihr Unternehmen und/oder Ihre Kunden erbringen. Mehr Geld in der bzw. für die Cloud auszugeben, kann eine gute Sache sein, wenn es ein Zeichen für Unternehmenswachstum, zusätzliche Einnahmen, die Stilllegung von Rechenzentren, höhere SLA-Konformität usw. ist. Mit zunehmender Cloudnutzung im Unternehmen steigt auch der Bedarf an Transparenz über diese Nutzung. Es ist kein Zufall, dass es in der ersten Phase im FinOps-Prozess um Informationen geht.

Aber wer muss informiert werden, und wie können die zugehörigen Daten effektiv verteilt werden? Diese Mitarbeitergruppe ist deutlich größer als in klassischen Rechenzentrumsumgebungen, in denen die Kosten häufig auf der Ebene der einzelnen Geschäftsbereiche und – mit ein wenig Glück – auf Abteilungsebene aufgeschlüsselt wurden. Das Problem bei diesem Modell ist die mangelnde Granularität. Werden die Kosten konsolidiert und in große Gruppen eingeteilt, ist es schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, die größten Kostentreiber zu identifizieren. Mit FinOps-Praktiken und einer guten Cloudverwaltung (gut organisierte Account-Strukturen, Tagging usw.) kann quasi jede Granularitätsebene realisiert werden – bis hin zu Anwendungskomponenten oder sogar einzelnen Benutzern. Der Kreis der Beteiligten, die über Cloudausgaben informiert werden können (und sollten) wird also größer, sodass Einzelpersonen und Teams die ihnen zugewiesenen Kosten sehen können. Zu diesen Beteiligten sollten auch Mitglieder der Teams aus den Bereichen Engineering, Finanzen, IT-Technologie und Business gehören. Je nach der Struktur Ihres Unternehmens und der Aufteilung der Rollen und Zuständigkeiten in Bezug auf die Finanzberichterstattung ist diese Liste möglicherweise unvollständig.

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Wie geht es weiter?

Sobald die entsprechenden Beteiligten über ihre Cloudnutzung und -ausgaben im Bilde sind, kann der Prozess der Optimierung dieser Ausgaben beginnen. Wie wir bereits in unserem letzten Blog angedeutet haben, können die Benutzer, wenn sie einen Überblick über ihre verbrauchten Ressourcen erhalten, Verschwendung erkennen und beheben und so hoffentlich die geschätzten 32 % senken. Die Cloudoptimierung kann in hohem Maße durch die Nutzung von Anbieterrabatten beeinflusst werden, um Kosteneinsparungen zu erzielen, z. B. durch reservierte Instanzen, Sparpläne und Rabatte für eine zugesicherte Nutzung. Viele Entwicklungs-/Testressourcen eignen sich in der Regel für die Zeitplanung, sodass sie außerhalb der Geschäftszeiten nicht aktiv sind, wenn sie nicht benötigt werden. Die Implementierung des FinOps-Frameworks kann eine übergreifende Unternehmensanforderung erfüllen: die Maximierung der Kosteneffizienz jedes für die Cloud ausgegebenen Euros. Bei den Beteiligten in dieser Phase handelt es sich um die „üblichen Verdächtigen“ aus der vorherigen Informationsphase. Der Schwerpunkt liegt auf den Beteiligten, die direkten Einfluss auf die Bereitstellung von Ressourcen und die Inanspruchnahme von Rabatten im Zusammenhang mit diesen Ressourcen haben.

Obwohl es nicht die Absicht dieses Beitrags ist, die einzelnen Phasen des FinOps-Frameworks im Detail zu erläutern, ist es doch erwähnenswert, welche Akteure an der letzten Phase beteiligt sind: dem Betrieb. In dieser Phase wird die Automatisierung eingeführt, um die in der vorherigen Phase aufgedeckten Optimierungsmöglichkeiten umzusetzen. Die Betriebs- und/oder Automatisierungsteams sind für diesen Schritt von entscheidender Bedeutung, da sie über die nötigen Tools und das Know-how verfügen, um diese Möglichkeiten umzusetzen. Außerdem werden in dieser Phase die Ziele bewertet und Kennzahlen erfasst und analysiert, damit die Fortschritte bei den Initiativen zur Kostenoptimierung verfolgt werden können. Daher sind die Ressourcen, die für das Management der Scorecards und die entsprechende Berichterstellung verantwortlich sind, in dieser Phase der FinOps-Reise von entscheidender Bedeutung.

Auf Ihrem Weg in die Cloud hilft Ihnen das Framework von FinOps, die Kosteneffizienz Ihrer Cloudausgaben zu maximieren und Ihren Gewinn zu steigern. Wenn im nächsten Jahr der Internationale FinOps-Tag ansteht, sind Ihre FinOps-Praktiken hoffentlich noch ausgefeilter, und Sie sind auf dem besten Weg, Ihre Cloudkosten zu optimieren. Wenn Sie bereit sind, den nächsten Schritt zu tun, klicken Sie hier, um Cloud Cost Optimization (CCO) von Flexera kennenzulernen.